Inle See

Am Freitag (1. April) Cristal, Michelle, Eddie und ich haben für den Tag eine Bootstour auf dem Inle Lake für 20000 Kyat (16 USD) arrangiert. Hier ein Einschub von Jeanette, die eine ähnliche Tour vor ein paar Wochen gemacht hat: " Schon als wir aus den Kanälen auf die Weiten des Sees kamen, sind uns die ersten Einbeinruderer entgegengekommen. Diese fischen nach traditioneller Art und um sich fortzubewegen Rudern sie mit einem Bein angewinkelt am Ruder. Das muss unglaublich anstrengend sein, aber ihr werdet später noch sehen, dass die Menschen hier einiges von Anstrengung und Leiden verstehen. Der Inle See ist des Weiteren bekannt für die schwimmenden Gärten in denen hauptsächlich Tomaten angebaut werden. Die Gärten bestehen aus Seegrashaufen und Kompost und sind an langen Stäben im Wasser verankert. Bei den Gärten war das Wasser auch extrem klar und sauber, bei den Pfahldörfern hingegen haben wir den Boden nicht mehr sehen können und es sah sehr schwammig aus. Die Häuser stehen auf Holzpfählen und sind nur mit Booten erreichbar. Ich finde es faszinierend wie diese Infrastruktur erschaffen wurde und auf ihre Art auch funktioniert. Ein nächster interessanter Stopp waren die „Long Neck Ladies“. Die Long Neck Ladies (Langer Hals) stammen aus dem Kayah Staat. Dort gilt es als Schönheitsideal einen langen Hals zu haben und diesen mit goldenen Ringen zu strecken. Mit 9 Jahren fangen die Mädchen an ihren Hals zu strecken, dazu werden 13 Ringe mit einem Gewicht von 4 kg angelegt. Diese wird dann bis zum Alter von 20 Jahren ausgeweitet, bis dann ca. 24 Ringe mit einem Gewicht von 8-10 kg auf den Schultern der Frauen lasten. Es ist mir unvorstellbar, wie diese Frauen das aushalten. Das müssen höllische Schmerzen sein. Die Ringe werden niemals abgenommen, bzw. können sie das auch nicht, sonst würde der Nacken zusammenbrechen und die Frauen vermutlich ersticken. Zu der Anstrengung des Tragens der Ringe kommt noch relativ anstrengende Arbeit beim Herstellen von Schals dazu. Die Sitzposition auf dem Boden wirkt genauso schlecht für den Rücken wie die Ringe im Nacken. Dennoch war das sehr faszinierend zu sehen, was die Menschen hier tun, um einem Schönheitsideal zu entsprechen." Später sind wir noch zu einer Pagode sehr weit im Süden gefahren und auf dem Rückweg haben wir noch einen kurzen Stopp in einer Zigarren"Fabrik" gemacht bevor es zurück nach Nyaung Shwe ging. Zum Abendessen haben wir uns mit Rob, Jack und Louise getroffen und den Tag bei einem oder zwei Myanmar Bier ausklingen lassen. Während meiner Zeit hier in Asien und besonders hier in Myanmar muss ich oft an den Satz eines guten Freunden: "Die einzig wahre Währung ist dein Lächeln".  Hier schauen dich viele Leute ganz interessant und neugierig an, weil man anders ist. Oft reicht ein einfaches Lächeln und es wird zurück gelächelt. Oder man  bekommt einfach so ein Lächeln geschenkt. Ein bisschen anders als in Deutschland, wo jeder vor sich oder auf sein Handy starrt und das Lächeln eines anderen überhaupt nicht mehr wirklich wahrnimmt.
     

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